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Meeresbiologie -
Grundlagen
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Geschrieben von: Vincent
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Die Chordatiere [ˈkɔrda-] (Chordata) sind ein Stamm des Tierreichs.
Gemeinsame Merkmale (Synapomorphie) der Chordaten sind außer der namensgebenden Chorda – einem stabförmigen Stützapparat im Rücken – der oberhalb der Chorda liegende Nervenstrang sowie der zum Filterapparat erweiterte Vorderdarm. Zu den Chordatieren zählen neben den Manteltieren (Tunicata oder Urochordata), welche die Chorda nur im Jugendstadium ausbilden, auch die Schädellosen (Cephalochordata oder Acrania) und die Schädel- oder Wirbeltiere (Craniota oder Vertebrata) also die „Fische" (paraphyletisch) und die Landwirbeltiere (Tetrapoda).
Es gibt etwa 60.000 Arten, von denen mehr als die Hälfte, hauptsächlich Knochenfische, im Wasser leben.
Grundplan
Die befruchteten Eizellen der Chordatiere furchen radiär, die Bildung des dritten Keimblatts, des Mesoderms erfolgt durch Abspaltung aus dem Urdarm, die so genannte Enterocoelie. Eine Larve ist für den Grundplan anzunehmen. Die Chordatiere sind Neumünder (Deuterostomia) und sicherlich primär, also im Grundplan, segmentiert.
Die Monophylie der Chordatiere wird durch eine Reihe gemeinsamer abgeleiteter Grundplanmerkmale (Synapomorphien) unterstützt:
* Chorda dorsalis, auch Notochord genannt
Ein primär rückseitig (dorsal) liegender, elastischer Stützstab aus Zellen mit hohem Innendruck, mitunter aus Muskelzellen (Achsenskelett). Bei vielen Wirbeltieren ist die Chorda nur embryonal oder im Larvenstadium vorhanden und wird während der weiteren Entwicklung durch eine knöcherne Wirbelsäule ersetzt. Die Chorda dorsalis garantiert die Längenkonstanz des Tieres.
* Ein postanaler Schwanz, der hinter dem After gelegene und der Fortbewegung im Wasser dienende muskulöse Schwanz
Der Antagonismus der segmental angelegten Seitenwandmuskulatur wird über die Chorda dorsalis vermittelt, welche die Längenkonstanz des Tieres garantiert: Wie Beuge- und Streckmuskeln des menschlichen Armes, arbeiten die Muskeln der rechten und der linken Körperseitenwand gegeneinander (antagonistisch). Da sich Muskeln nur kontrahieren, nicht aber expandieren können, muss das „Wiederauseinanderziehen" eines Muskels durch die Schwerkraft oder aber einen anderen Muskel erfolgen. Der Antagonismus muss also vermittelt werden: Würden im menschlichen Arm die Knochen fehlen, so würde die Kontraktion irgendeines Muskels die Verkürzung des Armes, nie jedoch zu Beugung oder Streckung führen. Fehlte die Chorda dorsalis, so würde eine Kontraktion der Körperseitenwandmuskulatur das Tier verkürzen, nicht jedoch zu einer Biegung des Tieres führen. In Verbindung mit einem rückseitig liegenden Hauptnervenstrang, dem Neuralrohr oder Rückenmark, von welchem segmentale Nerven abgehen, die als Spinalnerven bezeichnet werden, wird den Chordatieren eine in der Horizontalebene wellenförmige Fortbewegung ermöglicht.
* das Endostyl
Das Endostyl ist eine bauchseitig (ventral) im Kiemendarm der Manteltiere und Schädellosen liegende, drüsenreiche Struktur, die einen iodhaltigen Schleim absondert. (Zur Funktionsweise des Kiemendarmes siehe Manteltiere oder Lanzettfischchen). Das Endostyl entspricht der Schilddrüse der Wirbeltiere, es ist ihr homolog. Autoren mancher Lehrbücher sehen auch den Kiemendarm für sich allein schon als entscheidende Synapomorphie.
* das Neuralrohr
Das Zentrale Nervensystem wird daraus gebildet.
* der Canalis neurentericus
Der Canalis neurentericus ist eine Verbindung zwischen Darm- und Neuralrohr und entspricht dem alten Blastoporus.
* ein ventrales Herz
Quelle und mehr Infos unter wikipedia.ch
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