Home Grundlagen Polychaeta - Vielborster
Polychaeta - Vielborster PDF Drucken E-Mail
Meeresbiologie - Grundlagen
Geschrieben von: Vincent   
Vielborster (Polychaeta) sind eine Klasse der Ringelwürmer (Annelida), deren Bauplan gegenüber der anderen traditionellen Ringelwurmklasse Clitellata meist als relativ urtümlich angesehen wird. Der Formenreichtum der Vielborster ist allerdings derartig groß, dass bislang keine Einigkeit darüber erzielt werden konnte, welche Vielborster-Gruppe eine urtümliche Merkmalszusammensetzung repräsentiert (siehe hierzu Abschnitt "Morphologie"). Vielborster haben ihren Namen von den zahlreichen Borsten (Setae), die an jedem Segment als Stützelemente und Fortbewegungsapparate dienen.

Vielborster leben bis auf wenige Ausnahmen im Meer. Hier besiedeln sie alle Lebensräume, so beispielsweise den freien Wasserkörper (Pelagial) als Teil des Zooplanktons, die Uferzonen und den permanent wasserbedeckten Bereich (Sublitoral). Es gibt frei bewegliche („Errantia") und sessile Arten („Sedentaria"). Diese Untergliederung erfolgt nur noch rein funktionell, systematisch ist sie jedoch überholt. Die gut 10 000 beschriebenen Arten werden in bis zu 24 Ordnungen mit über 80 Familien eingeteilt. Auf morphologischer und molekularbiologischer Basis bestehen aber zur Zeit erhebliche Zweifel, ob die Vielborster eine Abstammungsgemeinschaft (Monophylum) bilden. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, muss auch die Monophylie der Ringelwürmer insgesamt in Frage gestellt werden.

Die Formenvielfalt der Vielborster muss im Zusammenhang mit der Besiedelung diverser Lebensräume verstanden werden. Hierbei wurden außerdem sehr unterschiedliche Strategien des Nahrungserwerbes entwickelt. Einige Formen sind Jäger und mit großen, gut funktionierenden Augen ausgestattet (zum Teil mit Linse), andere sind Aas- und Substratfresser oder Weidegänger, wieder andere, vor allem Sedentaria, filtrieren ihre Nahrung aus dem umgebenden Wasser. Besonders ungewöhnlich sind die Röhrenwürmer der Gattung Riftia, die ihre Nahrung in der lichtlosen Tiefsee durch symbiotische Archaeen beziehen, die ihrerseits ihre Energie chemotroph aus Schwefelwasserstoff (H2S) in der Umgebung hydrothermaler Quellen (Black Smoker) gewinnen. Riftia besitzt keinen Darm.

Quelle und mehr Infos: Wikipedia.de
 

werbung

Banner
 
Spendenbutton

Unterstützung

Banner

Mini Ad Spot

Renten Ratgeber Tagesgeld im Vergleich Joomla templates and extensions Your ad here Your ad here wombat - the net is our world Your ad here Your ad here Your ad here Your ad here Your ad here Your ad here

wer ist Online

Wir haben 25 Gäste online

Umfrage

Welchen Bereich Interessiert sie am meisten
 

Statistik

Benutzer : 16
Beiträge : 450
Weblinks : 532
Seitenaufrufe : 433878