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Kanadische Ölförderung bedroht Wale und Ureinwohner
Es ist das schmutzigste Öl der Welt, welches im Nordwesten Kanadas aus Teersand gepresst wird. Eine Pipeline soll es durch den Great Bear Rainforest zu einem Hafen an der Pazifikküste bringen, welcher jährlich von mehr als 300 Supertankern angelaufen würde – mitten durch ein für Wale und Delphine wichtiges Meeresgebiet! Die wahren Kosten des Projekts tragen die Tiere und die Ureinwohner Kanadas.
Bei der grossen Zahl von Tankern ist eine Öl-Katastrophe nicht auszuschliessen. Und die hätte fatale Folgen für die Blauwale, Finnwale, Buckelwale, Orcas und Delphine, welche entlang Kanadas Pazifikküste leben. Mehr Schiffsverkehr bedeutet auch mehr Lärm und eine Zunahme von Kollisionen.
Auch an Land droht Gefahr. Für das Auspressen des Öls aus Teersand wird Wasser benötigt, welches dem Athabasca-Fluss laufend in gewaltigen Mengen entzogen wird. Nach der Ölgewinnung ist das Wasser vergiftet. Es wird in einem Stausee deponiert, gelangt aber auch in die Nahrungskette. Die Folge: Immer mehr Wildtiere verkrüppeln und immer mehr Ureinwohner leiden an Krebs.
Der Widerstand wächst
OceanCare und Lonely Rider unterstützen die kanadische Organisation North Coast Cetacean Society beim Erforschen der Wale im betroffenen Gebiet sowie beim gemeinsamen Widerstand gegen das Ölprojekt mit den Gitga'at Indianern. Eine Ölpest würde die Lebensgrundlage der Gitga'at zerstören. Trotz ihres Rechts auf Anhörung wurden die Indianer zu diesem Projekt nie konsultiert.
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